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Nova Scotia
Nouvelle-Écosse
Neuschottland
Flagge Neuschottlands
Wahlspruch: Munit Haec et Altera Vincit
"Die eine verteidigt und die andere erobert"
Amtssprache Englisch
Hauptstadt Halifax
Größte Stadt Halifax
Regierungschef Rodney MacDonald
Fläche 55.284 km²
Einwohnerzahl 937.889 (1. Juli 2005)
Bevölkerungsdichte 17,0 Ew./km²
Beitritt zur kanadischen Föderation 1. Juli 1867
Zeitzone (UTC -4)
Sitze im Parlament Unterhaus 11, Senat 10
ISO 3166-2 CA-NS
Karte Kanadas, Lage der Provinz hervorgehoben
Karte von Neuschottland
Karte von Neuschottland

Neuschottland (schot. gäl. Alba Nuadh) ist eine an der Atlantikküste gelegene Provinz von Kanada. Die Hauptstadt ist Halifax.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Großteil der Provinz besteht aus einer Halbinsel die vom Atlantischen Ozean umgeben ist. Unzählige Buchten und Fischerorte säumen deren Küste. Ein weiterer Teil der Provinz besteht aus der Insel Cape Breton, nördöstlich des Festlandes. Weiters zählt Sable Island, eine kleine Insel, ca 175 km vor der Küste Neuschottlands zur Provinz.

Neuschottland ist die zweit kleinste Provinz Kanadas nach Fläche. Kein Punkt in Neuschottland ist mehr als 56 km vom Meer entfernt. Bei einer Größe von 55.284 km² sind 96,5% Landmasse und 3,5% Wasser (1.946 km²).

Städte und Ballungszentren

Wichtige Städte sind Halifax, Yarmouth, Amherst, Truro, New Glasgow und Sydney. Weitere Städte sind u.a. Lunenburg, Louisbourg, Kentville, Bridgewater.

(Stand: Volkszählung 2001)

  • Halifax- 359.111
  • Cape Breton Regional Municipality- 105.968
  • Lunenburg- 25.570
  • East Hants- 20.821
  • West Hants- 13.780
  • Truro- 11.457
  • Chester- 10.781
  • Yarmouth- 10.476

Nationalparks

Die zwei Nationalparks der Provinz sind der Kejimkujik-Nationalpark im Süden Neuschottlands und der Cape-Breton-Highlands-Nationalpark im Norden.

Klima

Temperaturwerte von Halifax
Temperaturwerte von Halifax

Das Klima Neuschottlands wird stark von der Lage am Atlantischen Ozean und dem Golfstrom beeinflusst. So sind die Winter mild, mit Durchschnittstemperaturen von 0°C bis -1 0°C, was Neuschottland oft Winter ohne Schnee beschert. Ausnahme bildet der nördliche Teil um Cape Breton, wo die Durchschnittstemperatur einige Grad kälter liegt, mit bis zu 200 cm Niederschlag in den Wintermonaten.

Im Frühjahr und im Herbst liegen die Temperaturen etwa bei angenehmen 15-18 Grad. Im Herbst verwandelt der sogenannte Indian Summer die Landschaft in einen einzigartigen Farbrausch. Der Zeitpunkt hängt von den jeweiligen Wetterbedingungen ab und kann leicht variieren. Meistens beginnt diese beliebte Jahreszeit in der 2./3. September-Woche und dauert bis ca. Ende Oktober.

Geschichte

Indigene Völker

Die ersten Bewohner Neuschottlands waren die Mi'kmaq, ein Volk, das die Atlantikregion Nordamerikas beherrschte. Vor der Ankunft der Europäer waren die Mi'kmaq Jäger und Fischer. Sie bauten außer Tabak keine Feldfrüchte an. Während des Herbstes verteilten sie sich in kleine Gruppen, um Elche und Karibus zu jagen.

siehe Hauptartikel Mi'kmaq

Europäische Besiedelung

Die dauerhafte europäische Besiedlung begann, nachdem John Cabot im 15. Jahrhundert große Fischvorkommen vor der Küste entdeckte. 1605 wurde Port Royal, das heutige Annapolis Royal gegründet. Immer mehr Franzosen wanderten in die neugegründete Provinz Akadien ein.

1620 designierte Jakob I., König von England im Plymouth Council for New England die ganze Küste Akadiens bis zur Chesapeake Bay als Neu England. Am 29. September 1621 erhielt Sir William Alexander Landgarantien für die erste britische Siedlung in Neuschottland. 1622 verließen die ersten Siedler Schottland. Obwohl die Herrschaft über Neuschottland immer wieder in englische Hände überging gab es bis 1749, der Gründung von Halifax, keine nennenswerte größere britische Siedlung in Neuschottland.

Britische Kolonie

1713 wurde England im Frieden von Utrecht das Gebiet von Neuschottland zugesprochen. Frankreich behielt seine Besitzungen nur auf Île St Jean (Prinz-Eduard-Insel) und die Île Royale (Cape Breton), wo sie die Festung Louisbourg gründeten, um den Seezugang nach Quebec zu kontrollieren. Die britische Regierung war jedoch beunruhigt, da die Mehrheit der Siedler Neuschottlands aus katholischen Akadiern bestand, die keine Treue auf die britische Krone schworen. Dieser Konflikt eskalierte 1755, als über 12.000 Akadier gewaltsam aus Neuschottland vertrieben wurden.

Mehr als die Hälfte der Vorfahren der heutigen Bewohner Neuschottlands kamen in der Zeitperiode nach der Vertreibung der Akadier. Zwischen 1759 und 1768 folgten ca. 8.000 Farmer aus den Neu Englandstaaten dem Ruf von Charles Lawrence, dem damaligen Gouverneur Neuschottlands und siedelten großteils im Annapolis Valley. Nach dem Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges kamen weitere 16.000 Loyalisten nach Neuschottland. Eine große Anzahl gälisch sprechender Hochlandschotten immigrierte nach Cape Breton, das 1763 ein Teil Neuschottlands wurde. Um die 1.000 Schotten aus Ulster siedelten in Zentral-Neuschottland.

Neuschottland war die erste Kolonie des britischen Empires, welche 1848 eine gewisse Selbstverwaltung aufgrund der Bemühungen von Joseph Howe erhielt. Am 1. Juli 1867 führte Charles Tupper Neuschottland, zusammen mit Neubraunschweig und der Provinz Kanada in die kanadische Konföderation.

Neuzeit

Erst 1923 wurde von Links- auf Rechtsverkehr umgestellt.

Bevölkerung

Sprachen

Die Provinz Neuschottland ist offiziell anglophon, mit ca. 40.000 frankophonen Akadiern, welche im Digby County, Yarmouth County, um Antigonish, im Guysborough County, auf der Isle Madame und benachbarten Dörfern im Richmond County, Cheticamp, St. Joseph du Moine und im Inverness County leben. Zusätzlich leben noch etwa 22.000 algonkinsprachige Mi'kmaq in der Provinz. Im Norden der Provinz (Cape Breton) hatte bis Mitte des 20. Jahrhunderts die schottisch-gälische Sprache der schottischen Einwanderer eine starke Stellung.

Religion

Etwa 85,8 Prozent der Bevölkerung Neuschottlands gehört einem christlichen Glauben an (ca. 36,5 % katholisch, ca. 46,3 % evangelisch, ca. 0,3 % orthodox, ca. 2,7 % anderen christlichen Glaubens). Etwa 0,2 % sind Juden und ca. 0,2 % Buddhisten. Muslime stellen ca. 0,4 % der Bevölkerung. Etwa 11,6 Prozent gehören keinem Glauben an.

Bildung

Die Provinz beherbergt eine Reihe von kleineren Universitäten und Colleges. Zu den Größeren zählen die Dalhousie University und die Saint Mary's University in Halifax, die Acadia University in Wolfville, die St. Francis Xavier University in Antigonish und die einzige frankophone Université Sainte-Anne.

Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2005 preisbereinigt 17,89 Mrd. Euro[2], was nur 2,2% des gesamten kanadischen BIP entspricht. Neuschottlands BIP pro Kopf mit 19.074 Euro liegt ebenfalls unter dem Kanadas.

Ausgedehnte Holzwirtschaft, Acker- und Obstbau (im Annapolis Valley), Bergbau (Cape Breton). In den Küstenregionen Neuschottlands stellt neben dem Fischfang der Tourismus für viele Einwohner den Haupterwerb dar.

Siehe auch den Artikel Weinbau in Kanada.

Persönlichkeiten aus Neuschottland

  • Eishockeyspieler: Sidney Crosby, Al MacInnis

Siehe auch

  • Sable Island, ist eine Insel 200 km vor Neuschottland im Atlantik.
  • Oak Island, ist eine Insel an der Ostküste Neuschottlands, auf der seit Mitte des 19. Jahrhunderts nach einem vermuteten Schatz gesucht wird.

Weblinks

Wiktionary: Neuschottland – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Commons: Neuschottland – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Quellen

  1. Website Canadian Statistics: Religion Nova Scotia
  2. "Real gross domestic product, expenditure-based, by province and territory", Statistics Canada 2005 [1]
  • Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Neuschottland
  • Die Autoren dieses Artikels waren und sind hier zu finden. Es sei aber erwähnt, dass wir diese Anbringung als überflüssig erachten, da es nicht Sinn und Zweck der GFDL sein kann einen anonymen (Wikipedia verlangt keine Echt-Daten) Author in seinen Rechten zu schützen.
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